Wettbewerbsbeitrag Grundschule Süderbrarup
Wettbewerb, Neubau einer 3-zügigen Grundschule in Süderbrarup
Konstruktion: Holzbau
Grundfläche: 2850 m²
 

Arbeitsmodell, 1 : 500


 
Wettbewerbsbeitrag Grundschule Süderbrarup
 
 

Lageplan, 1 : 1000


 
Wettbewerbsbeitrag Grundschule Süderbrarup

 
 

Erdgeschoss, 1 : 500


 
Wettbewerbsbeitrag Grundschule Süderbrarup

 
 
 

Konzept


 

Der eingeschossige Neubau sitzt im nordwestlichen Teil des Grundstücks. Dadurch ergeben sich zwei große Freibereiche. Der südliche nimmt die öffentlichen Funktionen wie Erschließung, Parkplatz, Versorgung usw. auf. Der östliche die privaten wie Pausenhof, Bolzplatz, Schulgarten, Freiklasse usw. Die Baukörper schützen den privaten Bereich vor dem öffentlichen.

Das Raumprogramm wird auf mehrere einzelne Baukörper verteilt. Dadurch entsteht kein großes Volumen, dass die umgebende Bebauung dominiert. Es werden bewusst kleinere Einheiten gebildet, die sich maßstäblich in die Umgebung eingliedern.

Die einzelnen Baukörper werden über eine Aula miteinander verbunden. Wir verfolgen hier die Idee des Dorfplatzes, auf dem sich Kinder, Eltern und Lehrer zum Verweilen, Austauschen, Vortragen oder Spielen begegnen können. Ähnlich einem realen Dorfplatz gibt es verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Aus- und Einblicken. Über die Länge kann der Dorfplatz die vorhandenen Niveauunterschiede ausgleichen. Hierfür wird ein verspielte Anordnung aus Sitzstufen und barrierefreien Rampen entwickelt.

Im mittleren Teil der Aula öffnen sich die zentralen Funktionen Mensa, Bücherei und betreute Ganztagsschule. Die Aktivitäten können auf die Aula erweitert oder über die Aula zusammen gelegt werden.

An den Rändern des Dorfplatzes stehen die Lernhäuser. Unsere Idee ist, jeweils 4 Klassenräume mit Gruppenräumen zu einer gemeinsamen Einheit zusammen zu legen. Die Grundschülern leben und lernen hier in einer eigenen prägenden und geprägten Umgebung. Die Häuser können nach Themen gestaltet werden so z.B.: das Teichhaus oder das Waldhaus.

Die Konstruktion der Lernhäuser ermöglicht eine freie Grundrissgestaltung. Die Aufteilung kann zusammen mit Lehrern, Schülern und Architekten in einem partizipativen Prozess/Workshop entwickelt werden. Im Grundriss sind die geforderten Klassen- und Gruppenräume dargestellt. Denkbar ist auch eine frei flexible Anordnung ohne feste Klassenräume mit verschiebbaren Möbeln und Wandelementen.

Für eine mögliche Erweiterung kann ein zusätzliches Lernhaus im Westen an den Dorfplatz angegliedert werden.
 
 

Material / energetische Aspekte


 

Die Schule kann weitestgehend als Holzbau konstruiert werden um möglichst kostengünstig einen hohen energetischen Standard zu erreichen. Durch die Verwendung von nachhaltigen, ressourcensparenden Materialien wird auch die Schadstoffbelastung für die Kinder und Lehrer verringert. Im Inneren dämpfen Holzoberflächen den Raumschall und wirken beruhigend auf die Benutzer.

Die Baukörper wurden als klare Volumen konzipiert um ein gutes Außenhaut/Volumen-Verhältnis zu schaffen. Auf den Dachflächen können Solar-/PV-Kollektoren aufgestellt werden. Mit der gegenwärtigen Gebäudegeometrie sowie der Ausrichtung (solare Eintrag im Winter) wäre auch der Passivhausstandard erreichbar.

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